Künstler beim Musikfestival Nuancen:
Arcis Saxophon Quartett

Arcis Saxophon Quartett: Wo Klassik auf Jazz trifft und Moderne den Ton angibt

Claus Hierluksch (Sopransaxophon)
Bernardo Correia Pereira (Altsaxophon)
Sonia Tcherepanov (Tenorsaxophon)
Jure Knez (Baritonsaxophon)

„Eine Performance voll energetischem Sound, voll homogen entwickelter Klangkultur, die sie in schier grenzenloser Gelöstheit ins Publikum hineinspielen.“

Wer einmal am Münchener Königsplatz war, hat sie vielleicht entdeckt: Die Arcisstraße, die vor 15 Jahren zum Namensgeber des Arcis Saxophon Quartetts wurde. Der „Weltstadt mit Herz“ längst entwachsen zählt das Quartett zu den weltweit aktivsten klassischen Ensembles. Ob auf dem höchsten Pass von Ecuador, mitten in der Wüste Saudi-Arabiens, auf einem Felsen im amerikanischen Atlantik oder in der ausverkauften Philharmonie in München und Berlin… die vier Saxophonist*innen fühlen sich mit ihrer Musik überall zu Hause.

Experimentierfreudig, kunstvoll und immer neugierig gehen sie an ihr Musikschaffen ran und erfinden dabei nicht nur neue Konzertformate, sondern gar ganz neue Kunstsparten, wie jüngst mit ihrem arcis_collectiv, das Kammermusik und zeitgenössischen Tanz in einem gemeinsamen performativen Akt verbindet.

Eine ausgeklügelte Dramaturgie, Sound- und Lichtdesign sowie mitreißende Moderationen gehören für die vier Multitalente ebenso zum Konzerterlebnis wie die energetischen Interpretationen, die fein austarierten Eigenarrangements und die Auftragskompositionen aus aller Welt, die sie sich auf den Leib schreiben lassen.

Um dabei immer authentisch zu bleiben, fließt ihre künstlerische Vision in alle Bereiche ihres Schaffens hinein: Nach den beiden Debut-CDs „Arcis Saxophon Quartett spielt Enjott Schneider“ (2013) bei Ambiente Audio und „Rasch“ 2017 bei Genuin haben die vier kurzerhand mit arcis records ein eigenes Plattenlabel gegründet und haben mit arcis visuals eine eigene Produktionsfirma im Haus, die sich um die visuell-medialen Inhalte kümmert.

Das kammermusikalische Rüstzeug haben sie sich dabei bei den Besten der Besten geholt. Sie studierten beim Artemis Quartett an der UdK in Berlin und in der Kaderschmiede der European Chamber Music Academy (Hatto Beyerle, Alban Berg Quartett; Prof. Johannes Meissl u.a.), sowie an der HMT München bei Prof. Koryun Asatryan und Prof. Friedemann Berger.

Und der internationale Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Die Presse jubelte „Ein Quartett von Weltformat“ und die Wettbewerbserfolge und Auszeichnungen prasselten nur so herein.

So wurde das Ensemble u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2016 ausgezeichnet und erhielt ein Stipendium der Theodor-Rogler-Stiftung, ein Stipendium für Musik der Landeshauptstadt München sowie Stipendien der Erika und Georg Dietrich Stiftung, der Deutschen Orchesterstiftung, des Musikfonds e.V. und des Deutschen Musikrats.

Für das Arcis Saxophon Quartett ist Musik wie ein nicht enden wollendes Spielfeld und sie sind dabei vielfältig wie keine zweite Gruppe. Nur eines bleibt stets gleich:

Ihr unverwechselbarer Sound.

ARCIS SAXOPHON QUARTETT

Einzelporträts der Musiker 

Claus Hierluksch – Sopransaxophon

Claus Hierluksch ist Gründungsmitglied des 2009 in München ins Leben gerufenen Arcis Saxophon Quartetts. Als Sopransaxophonist prägt er den charakteristischen Ensembleklang und engagiert sich gemeinsam mit seinen Kollegen für neue Konzertformate, eigene Arrangements und die Erweiterung des Repertoires. Mit Jure Knez ist er außerdem eng mit dem hauseigenen Label arcis records verbunden, das dem Ensemble Raum für eigene Aufnahmeideen und klangliche Experimente eröffnet.

Bernardo Pereira – Altsaxophon

Bernardo Pereira ist der Altsaxophonist der aktuellen Besetzung des Arcis Saxophon Quartetts. In dieser Stimme verbinden sich Beweglichkeit, Wärme und klangliche Präsenz – Eigenschaften, die im fein abgestimmten Zusammenspiel eines Saxophonquartetts besonders zur Geltung kommen. Das Ensemble steht für neugierige Programmgestaltung, energiegeladene Interpretationen und die Verbindung von klassischem Repertoire mit zeitgenössischen Klangsprachen.

Hinweis für die Redaktion: Für eine ausführlichere persönliche Biografie zu Bernardo Pereira lagen in den verwendeten öffentlichen Quellen keine ausreichend belastbaren Angaben zu Ausbildung, Wettbewerben und bisherigen Stationen vor.

Sonia Tcherepanov – Tenorsaxophon

Die in Lübeck aufgewachsene Saxophonistin Sonia Tcherepanov begann zunächst mit dem Klavierspiel und wandte sich im Alter von zwölf Jahren dem klassischen Saxophon zu. Sie studierte unter anderem an der Musikhochschule Lübeck und setzte ihre Ausbildung in Frankreich fort. Zu ihren frühen Erfolgen zählen erste Preise bei „Jugend musiziert“ in den Kategorien Solo und Ensemble sowie ein erster Preis bei einem internationalen Wettbewerb für klassisches Saxophon in Lübeck. Ihre künstlerischen Interessen umfassen neben dem klassischen Saxophon auch Neue Musik und die Verbindung von Instrumentalklang und Elektronik.

Jure Knez – Baritonsaxophon

Der 1995 in Celje, Slowenien, geborene Saxophonist Jure Knez erhielt bereits als Kind Saxophonunterricht und setzte seine musikalische Ausbildung am Konservatorium für Musik und Ballett in Ljubljana fort. Anschließend studierte er an der Hochschule für Musik und Theater München bei Koryun Asatryan und vertiefte seine kammermusikalische Arbeit unter anderem in Berlin beim Artemis Quartett sowie im Umfeld der European Chamber Music Academy. Seit 2015 ist er Mitglied des Arcis Saxophon Quartetts. Gemeinsam mit Claus Hierluksch ist er zudem mit dem 2020 gegründeten Label arcis records verbunden.

Die KünstlerInnen des Musikfestivals Nuancen 2027

Rebecca Immanuel

Sophie Pacini